2018. Schneeweiße Perlen im Berner Oberland
28.03.2018

50 shades of White... Eine mannigfaltig, weiße Welt - geformt aus Zentillionen von Schneekristallen, ein jedes mit hoher Wahrscheinlichkeit einzigartig, erwartet uns im Berner Oberland. Puderzuckerleichter Champagner Powder. Funkelnde Eiskristalle. Glitzernde Schneeflöckchen. Reine Landschaft. Gigantische Schneewächten. Eisblaue Gletscher. Makellose Bergflanken. Grau-weißer Nebel. Unendlicher Horizont.

Es fühlt sich an wie im Märchenland. Fraulein Gitta, Fraulein Marie und ihr Gespür für Schnee...

Am Gipfel des Steghorns angekommen, lassen wir den Blick über das endlose Berg-und Gipfelmeer streifen. In der Ferne funkeln die Dufourspitze, das Matterhorn, der Mont Blanc. Atemberaubend schön. Es ist das Gefühl verbunden mit der Ewigkeit zu sein. Im Hier und Jetzt. Wir sind Teil dieses Naturschauspieles. Erde, Licht, Wasser, Luft. Unsere Augen dürfen die unendliche Schönheit der Elemente für einen kurzen Augenblick betrachten, bewundern, bestaunen. Wir spüren den eisig peitschenden Wind im Gesicht, die klirrende Kälte, die sich nach der Anstrengung des Aufstiegs im Körper breit macht, atmen flach die dünne Luft tief in uns ein. Ja, für einen Augenblick sind wir eins - verbunden mit dieser Landschaft. Sie so groß, so majestätisch; wir so klein, so bewußt. Dieser Augenblick. Was für ein Geschenk.

Wir hatten geradezu ideale Bedingungen für unsere Winterbegehung des Wildstrubels (3243m), Steghorns (3146) und des Roter Totz (2850m) im Berner Oberland. Base Camp für 4 Nächte ist die wundervolle Lämmerenhütte. Diese Hütte ist ein absolutes Highlight! Der Startpunkt der Tour ist Leukerbad. Die steil und hoch aufragenden Felswände, die uns am Parkplatz der Gemmibahn begrüßt haben, haben nicht im Entferntesten ahnen lassen, was für ein Kleinod in den Bergen und welche grandiose Landschaft uns erwarten würde - und das in einem Winter, wie es ihn seit 30 Jahren nicht mehr gegeben hat. Es lagen im Durchschnitt 6 Meter Schnee und jede Nacht kam eine puderige Neuschneedecke dazu - und verwandelte die Berge in eine unberührte Landschaft. Atemberaubend!

Das Schneeschuh Dream-Team: Marie, Gitta, Andrea und Bergführer Andy


Was jedoch bei den Leuten zählt, sind die Augen. Wie klar sie doch nach Bergtouren sind! So durchsichtig wie heisses Wasser oder Eis; die Iris verblasst: das Unendliche der Erde oder des Himmels tritt in sie ein. Man liest in ihnen die Entfernungen. (Maurice Chappaz, 1975)