2018. Mount Digital - Unterwegs auf neuen Pfaden
23.12.2018

Gitta:
Sag mal Marie – es war ja ganz schön still auf unserem Blog die letzten Wochen. Das Jahr ist bald vorüber. Was haben wir bloß angestellt, dass wir 2018 kaum zum Bloggen gekommen sind?

Marie:
Jede Menge anderer Geschichten!
Überleg‘ doch mal Gitta. Wir sind in ganz neue Regionen vorgestoßen. Haben sozusagen neue Berge erklommen.

Gitta:
Berge? Du meinst Berge voll Arbeit! Und das auch noch freiwillig.

Marie:
C'est ca. FREI und willig! Das haben wir dem Christoph Keese zu verdanken. Sein Buch Silicon Germany ist daran schuld.

Gitta:
Stimmt. Damit hat alles angefangen. Januar 2018. Dieses Buch und seine Thesen über die Digitalisierung haben uns ganz schön aufgerüttelt. „Wie konnte es passieren, dass Deutschland den Anschluss an die Digitalisierung so gründlich verpasst hat?“

Marie:
Das ist so eindringlich geschrieben, dass wir uns gefragt haben – in welcher Welt leben WIR eigentlich? Was passiert gerade in der Wirtschaft, in der Gesellschaft, in der Arbeitswelt um uns herum . . . Fake? Echt? Luftblase? Warum wissen wir das nicht?! Shit.

Gitta:
Kurz darauf sind wir auf die Learntec nach Karlsruhe gereist und ein paar Tage später nach Berlin – auf den Spuren der Digitalen Revolution.

Marie:
Oh ja. Ich weiß es noch genau. Wir waren NEUgierig und haben uns ins Thema gestürzt. Live. Vor Ort. Direkt in Berlin. Wir wollten spüren: Wie fühlt es sich an, mittendrin in der digitalen Hauptstadt zu sein? Welche sind die akute Themen? Wer sind die Protagonisten der Digitalisierung? Was haben Sie zu berichten? Wir werden bedient. . . kommen 12 Stunden lang aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Gitta:
Genau! Digitale Transformation, Big Data, Marketing Automation, Design Thinking, Agiles Arbeiten, Blockchain, Selbstorganisierte Unternehmen, neue digitale Geschäftsmodelle. Fix und fertig und ziemlich konsterniert sind wir nach Stuttgart zurück geflogen. Uns brummt der Schädel. Puuuh. Was nun?

Marie:
Die Frage war: "was heißt das jetzt für uns. Augen zu machen, Bergsteiger werden und hoffen, die Digitalisierung geht an uns vorbei? oder mutig Ärmel hochkrempeln und angreifen?"
Gitta – wie wird man eigentlich digital? Wie besteigt man diesen ‚Mount Digital‘? Was müssen wir wissen? Was müssen wir lernen? Was davon ist wirklich wichtig? Wo ist unser Ankerpunkt? Wie starten und welches Knowhow brauchen wir?

Gitta:
Déjà-vu! Diese Fragen habe ich von dir doch schon einmal gehört. Damals ging es um den Mont Blanc. „Wie kommt man eigentlich da hoch?“. Und genau wie damals, treibt uns die Neugier und die Lust aufzubrechen - loszulegen. Wir wollen mehr wissen. Viel mehr!

Marie:
Ja, und wie beim Mont Blanc, werden wir uns dieses Wissen eigenständig erarbeiten. Autodidaktisch. Mit Herz und Verstand.

Etappe zwei: Das Holen von Wissen. Einen Berg an Büchern verschlingen wir in 2018. Wir bauen uns eine 1A Wissens-Bibliothek auf. Das meiste digital. Echt genial sind diese Hörbücher! Dazu kommen jede Menge Webinare.

Gitta:
Und jedes Buch hat neue Fragen und Themen aufgeworfen. Ich vermute, wir gelten als Heavy User bei Audible. Hier nur ein paar davon: ‚In einem Jahr digital – das Praxishandbuch für die digitale Transformation'. 'Die stille Revolution' - da haben wir auch den Film gesehen. Das war sehr beeindruckend! Und dann Förster und Kreuz - 'Zündstoff für Andersdenker'.

Marie:
Vergess nicht Simon Sinek! Zuerst haben wir das Youtube Video gesehen und danach mussten wir sofort das Buch haben: 'Frag immer erst Warum'. Und dann waren da noch...'How to be everything'... 'Getting things done'... 'The Scrum Revolution'. Für mich ein echtes Highlight: 'Radikal digital' von Reinhard Sprenger. Und jetzt sind wir wieder bei Christoph Keese gelandet: 'Disrupt yourself'. Wir könnten hier noch ewig auszählen.

Gitta:
Jedes Buch haben wir zerlegt, analysiert, reflektiert, ausdiskutiert. Pausenloses brain work! Ein Studiengang in hohem Tempo.

Marie:
Kannst du dich erinnern, wie oft wir statt in der Kletterhalle beim Italiener gelandet sind – mit Laptop und jeder Menge neuen Impulse, Gedanken, Ideen. Wir spürten...es triggert uns sehr.

Gitta:
Wir waren echt geflasht. Irgendwas musste passieren.

Marie:
Erst recht für mich. Es ist Mai 2018. Ich bin raus aus der Arbeitsmühle des Angestellten-Verhältnis. Und ich merke, was für ein Geschenk das ist und wieviel frische Energie es freisetzt, wenn man aus dem Hamsterrad raus ist und sich mit innovativen Gedanken auseinander setzen darf. Inspiration pur. Das hat so viel ausgelöst bei mir. Neue Impulse. Lust am Tun.

Gitta:
Wie bei mir. Der Austausch mir dir was extrem inspirierend. Seit vielen Jahren bin ich selbstständig, aber so einen Kick wie jetzt habe ich schon lange nicht mehr empfunden. Wie elektrisiert. Da geht was. Da müssen wir unbedingt dranbleiben.

Marie:
Das ist jetzt unsere Chance. Carpe Diem. Raus aus der Komfortzone. Mut, Neues zu Wagen. Das sind wir. Das ist unser Ding. Eine neue Herausforderung. Das ist top Gitta.

Gitta:
Und was machen wir genau?

Marie:
Ach, du willst es wieder genau wissen, Gitta! Es gibt viele Möglichkeiten und Wege. Für einen sollten wir uns entscheiden.

Gitta:
Was ich wirklich super spannend finde ist Design Thinking und Buyer Persona. Endlich Methoden, die den Menschen und nicht Bits and Bytes in den Mittelpunkt stellen. Das finde ich so faszinierend. Das ist eine riesen Herausforderung, das erlebe ich jeden Tag in meiner jetzigen Arbeit. Alle beschäftigen sich mit Prozessoptimierung, keiner wirklich mit den Menschen – mit den Mitarbeitern, den Kunden.

Marie:
Mir gefällt das agile Arbeiten. Schnell, experimentell, kreativ – im Team, lösungsorientiert und mit dem Kunden im Fokus. Weg von den rückwärts orientierten, sinnlosen Analysen, die unproduktiv sind und überhaupt keine Lösung bringen, um die nächste Kampagne erfolgreich zu machen. Das ist mir zum Schluss in meinem Job so auf den Geist gegangen.

Gitta:
Wow! Also los geht’s zur Etappe drei und mit der Zuversicht: Das können wir besser machen….

NEUANFANG!

Mit derselben Leidenschaft mit der wir uns mit den Hochtouren und dem Mont Blanc auseinandergesetzt haben, haben wir uns in 2018 mit dem Wandel durch die Digitalisierung intensiv beschäftigt. Den 'Mount Digital' bestiegen. Das war nicht weniger herausfordernd, genauso inspirierend und spannend. Alle reden davon, aber was bedeutet das für uns wollten wir wissen. Auch wenn sich nicht alles ändern wird, vieles wird anders werden. Als Generation Baby Boomer erleben wir die Transformation aus einer gesunden und kritischen Distanz. Wir wissen wie ein Leben ohne Smart Phone war. Das Leben der Generation Z dagegen ist vom rasanten technologischen Fortschritt geprägt. Diese jüngste Generation sind durch und durch Digital Natives und würden sich in einer nicht-digitalen Welt schlecht zurechtfinden. Wir dagegen lernen wieder - wie es neu und anders geht. Dabei kann einem schon mal schwindlig werden. Für unsere Generation stellt sich die Frage: Augen zu und durch, oder wegducken und hoffen, dass der Krug bis zur Rente an uns vorüber gehen wird. Oder gibt es alternativ noch etwas, dass fernab von Bits und Bytes, unsere Herzen höher schlägen lässt.

Nach intensiver Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, die sich uns bieten, war uns klar:

  • Wir werden keine Bergwanderführerinnen für Best Agers. Nein!
  • Dem Wein bleiben wir genussvoll verbunden, vermarkten sollen ihn aber andere.
  • Live on Stage – Menschen berühren und begeistern. JA, da bleiben wir dran. Das ist unser Ding.
  • Ferne Bergziele sind unser Lebenselixier. Es geht weiter auf (Hoch-)Tour - in den Schnee, auf Eis, an den Fels, in unbekanntes Terrain.

Und - wir weil wir uns als Gestalter (nicht Bewahrer) verstehen. . . packen wir es an. Mit viel Leidenschaft: Neuanfang! Am 18. Dezember 2018 haben wir die FUTURE PEOPLE gegründet. Marketing ist und bleibt unser Metier. Mit den neuen Methoden und dem Wissen, dass wir uns in diesem Jahr geholt haben, starten wir unsere eigene ‚Marketing Revolution'.

Mount Digital - Summit is only half way. Fortsetzung folgt...

„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.“

Victor Hugo